Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Tumorkachexie

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Tumorkachexie
Wissenswertes zur Tumorkachexie

Im Glossar finden Sie Erläuterungen zu medizinischen oder biologischen Fachbegriffen, die im Zusammenhang mit der Tumorkachexie wichtig sind. Des Weiteren finden Sie z. B. auch interessante Informationen zu grundlegenden biochemischen Prozessen im Körper, wie die Produktion bzw. der Abbau von Proteinen in der Leber.

Wissenwertes zur Tumorkachexie

Anorexie
Appetitlosigkeit

Malnutrition
Mangelernährung

Kachexie
Auszehrung; starke Abmagerung

Lipolyse
Abbau von Fettgewebe

Proteolyse
Abbau von Proteinen (Eiweißen), z. B. in Muskelgewebe

C-reaktives Protein, CRP
Eiweiß, das in der Leber gebildet wird; die Synthese des CRP wird z. B. von Botenstoffen wie dem Interleukin-6 u. a. bei entzündlichen Prozessen stimuliert

Obstipation
Verstopfung

Diarrhoe
Durchfall

Akute-Phase-Proteine
Eiweiße, die im Rahmen einer Entzündung v. a. in der Leber produziert werden (z. B. C-reaktives Protein, CRP etc.)

Makrophagen
sog. Fresszellen; eine bestimmte Art weißer Blutkörperchen

21. April 2017
Nach dem 60. Lebensjahr steigt das Risiko, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken. Man unterscheidet Plattenepithelkarzinome und Adenokarzinome.
  
21. April 2017
Übermäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum kann Einfluss auf die Entstehung von Speiseröhrenkrebs, im speziellen von Plattenepithelkarzinomen haben.
  
21. April 2017
Zur Diagnose von Speiseröhrenkrebs wird in den meisten Fällen zunächst eine endoskopische Untersuchung erfolgen.
  
20. April 2017
Blasenkrebs entwickelt sich in den meisten Fällen aus der Schleimhaut der Blase. Diese Form von Blasenkrebs wird als Urothelkarzinom bezeichnet.
  
20. April 2017
Neben dem Rauchen können auch chronische Entzündungen der Harnblase oder bestimmte Medikamente die Entstehung von Blasenkrebs begünstigen.
  

Tumorkachexie kann als Folge einer Krebserkrankung auftreten. Der Begriff bezeichnet eine durch die Krebserkrankung hervorgerufene Abmagerung. Viele Patienten leiden im Verlauf einer bösartigen Tumorerkrankung an einer Tumorkachexie, die oft auch als Auszehrung bezeichnet wird. Diese wird durch eine Mangelernährung verursacht. Vor allem bestimmte Tumorerkrankungen bedingen eine Tumorkachexie: Diese sind unter anderem Magen-, Bauchspeicheldrüsen-, Speiseröhren- oder Lungenkrebs. Während es bei Krebserkrankungen dieser inneren Organe häufig zu einer Tumorkachexie kommt, tritt diese z. B. bei Blut- oder Brustkrebs nur in wenigen Fällen auf. Die Tumorkachexie kann zu jedem Zeitpunkt der Krebserkrankung entstehen, ist zumeist aber ein Symptom eines späten Stadiums.

Die Ursachen für die Entstehung einer Tumorkachexie sind noch nicht umfassend erforscht. Im Gegensatz zu einer Gewichtsreduzierung bei einem gesunden Menschen, bei der zunächst das gespeicherte Fett, danach erst die Muskeln abgebaut werden, verläuft der Abbau von Fett und Muskeln bei einer Tumorkachexie parallel. Bei diesem Vorgang werden Fettsäuren freigesetzt, die sich in der Leber ansammeln. Eine sog. Fettleber entsteht, zusätzlich werden entzündliche Reaktionen hervorgerufen.

Möglicherweise wird dieser Vorgang durch den Tumor selbst gesteuert. Bestimmte Moleküle beeinflussen u. U. die Botenstoffe und Substanzen, die den Abbau von Fett- und Muskelmasse verursachen.

Therapie Tumorkachexie

Es sollte möglichst versucht werden, einer Tumorkachexie vorzubeugen. Ist diese eingetreten, besteht die Therapie zum einen aus einer Erhöhung der zu sich genommenen Kalorienzahl. Vor allem Nahrungsmittel mit einem hohen Kalorien- bzw. Fettanteil sollten bevorzugt werden, um den Bedarf an Nährstoffen und Energie zu decken. Viele Patienten leiden jedoch unter Appetitlosigkeit oder auch Übelkeit, sodass sie keine größeren Nahrungsmengen zu sich nehmen können. In diesen Fällen kann beispielsweise Trinknahrung die benötigte Menge an Energie, Spurenelementen und Vitaminen liefern. Wirkstoffe wie zum Beispiel Kortison oder Gestagen können der Appetitlosigkeit entgegenwirken.