Ratgeber Tumorkachexie

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Tumorkachexie: Symptome und Diagnose

Die Tumorkachexie ist v. a. gekennzeichnet durch einen Verlust von subkutanem Fettgewebe und Muskelmasse. Hinzu kommen Anorexie (Appetitlosigkeit) und ein frühes Sättigungsgefühl. Diese Prozesse haben eine Abnahme der körperlichen Leistungsfähigkeit und eine gestörte Funktion des Immunsystems zur Folge. Tumorpatienten mit Kachexie sind daher nicht nur schwach, sondern leiden zudem häufig unter Wundheilungsstörungen und Infektionen. Darüber hinaus können die systemisch wirkenden therapeutischen Maßnahmen gegen die Krebserkrankung (Chemotherapeutika, Morphine etc.) z. T. Übelkeit und Erbrechen auslösen und die Kachexie verstärken. Ein lokaler Tumor bzw. dessen Behandlung kann u. U. Kau- oder Schluckbeschwerden, Völlegefühl, Verstopfung oder Durchfall hervorrufen. Dies kann das Fortschreiten der Mangelernährung zusätzlich begünstigen.

Damit eine beginnende Kachexie frühstmöglich erkannt und behandelt werden kann, wird meist eine regelmäßige Überwachung der Ernährungssituation durchgeführt. Protokolliert werden dabei u. a. das Körpergewicht und der Gewichtsverlauf sowie das eventuelle Auftreten entzündungsfördernder Substanzen im Körper (z. B. von C-reaktivem Protein, CRP). Damit kann ein in der Entstehung befindlicher Entzündungsprozess, der zu den Tumorkachexie-typischen Abbauprozessen in Fett- und Muskelgewebe führt, frühzeitig diagnostiziert werden.

Weitere diagnostische Verfahren sind u. a. die Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA) sowie die Ermittlung der Armmuskelfläche und der Trizepshautfaltendicke am Oberarm, die zur Bestimmung des Körperfettanteils durchgeführt werden können.

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